Glossar

Hormonelle Probleme (Endokrinologie) beim Heimtier

Auch Heimtiere können Hormonelle Probleme haben. Sowohl Cushing Syndrom (Überfunktion der Nebennieren) und Diabetes mellitus als auch Über- und Unterfunktionen der Schilddrüse sind nicht selten. Auch die Keimdrüsen (Eierstöcke und Hoden) können hormonelle Störungen verursachen. So zeigen weibliche Meerschweinchen mit Eierstockszysten oft das klassische Bild des an den Flanken beginnenden flächigen Haarverlustes, der sich in Extremfällen über die gesamte hintere Körperhälfte ausdehnen kann. Unkastrierte weibliche Frettchen leiden sehr häufig an einer Überproduktion von Östrogen. Auch diese Erkrankung äußert sich zum einen in generalisiertem Haarausfall, zum anderen entwickeln die betroffenen Fähen (=weibliche Frettchen) im weiteren Verlauf  lebensbedrohliche Anämien, da das blutbildende System sozusagen von zuviel Östrogen vergiftet wird. Durch eine frühzeitig durchgeführte Katsration, ist uns zumindest beim Hyperöstrogenismus“ des weiblichen Frettchens eine wirksame Vorbeugung möglich. Neben dem Abtasten (Palpation) führen Blutuntersuchungen, Röntgen und Ultraschall bei hormonellen Problemen der Heimtiere zur Diagnose.

Die linke Abbildung zeigt Eierstockszysten beim Meerschweinchen nach der operativen Entfernung. Dierechte  Abbildung zeigt ein Frettchen mit einem haarlosen Bauch, verursacht durch einen kinderfaustgrossen Eierstockstumor, der operativ entfernt werden konnte. Nach der Operation kam es zu einem kompletten neuen Haarwuchs.

 

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