Glossar

Linsenluxation

Bei der Linsenluxation löst sich die Linse aus ihrer Aufhängung, es kommt zu einer Zerreissung der Zonulafasern, die die Linse befestigen. Dies kann primär, d.h. ohne andere Ursache geschehen oder die Folge einer anderen Erkrankung sein. Beim Hund tritt die Linsenluxation (v.a. bei Terrier-Rassen) meist erblich auf. Bei Katzen liegt die Ursache meist in einer chronischen Entzündung des inneren Auges. Bei der Behandlung muss die Linse aus dem Auge entfernt werden (intrakapsuläre Linsenextraktion). Anschliessend kann u. U. eine neue Kunstlinse eingesetzt werden (sog. Sulkuslinse). Ist dies nicht möglich kann nach der Abheilung die entstandene Fehlsichtigkeit mit Kontaktlinsen oder Brillen korrigiert werden. Sind die Fasern nur teilweise gerissen spricht man von einer Subluxation. Unter Umständen kann diese „schlotternde“ Linse nach Stabilisierung durch einen Kapselspannring durch eine neue künstliche Linse ersetzt werden.

Im Bild ist die in die vordere Augenkammer luxierte Linse eines Hundes zu sehen.

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