Glossar

Kammerwinkel

Im Kammerwinkel findet der Abfluss des Kammerwassers, das im Ziliarkörper produziert wird, aus dem Auge statt. Der vordere Bereich des Kammerwinkels, der bei einer Untersuchung sichtbar gemacht werden kann, ist bei unseren Patienten das Ligamentum pectinatum, dass aus einzelnen Fasern, den Trabekeln, besteht. Dahinter befindet sich die Ziliarkluft und das korneosklerale und uveosklerale Maschenwerk Das Kammerwasser fliesst von der Vorderkammer des Auges durch dieses „Netz“ in Venen, die die Flüssigkeit dem Körper wieder zuführen. Einen Schlemm’schen Kanal wie beim Menschen gibt es bei unseren Haustieren nicht. Die Abbildung zeigt den normalen Kammerwinkel eines Hundes. Oben ist die Hornhaut zu erkennen, die untere Hälfte der Fotografie zeigt die braune Iris sowie einen hellen Lichtreflex.

Der Kammerwinkel kann durch eine Gonioskopie sichtbar gemacht werden. Dazu muss unter örtlicher Betäubung (Augentropfen) eine Kontaktlinse auf das Auge aufgesetzt werden. Wir verwenden Gonioskopielinsen nach Koeppe und Barkan.

Mit hochauflösendem Ultraschall (HRS) und Ultraschallbiomikroskopie (UBM) können Kammerwinkel sowie die dahinterliegenden Abflussbereiche (Ziliarkluft) weiter untersucht werden

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