Glossar

Traditionelle Chinesische Medizin

Im Rahmen der  ganzheitlichen Untersuchung, Diagnostik und Behandlung wenden wir verschiedene Behandlungsverfahren der Jahrtausende alten Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) an.

Ein zentrales Prinzip der TCM sind Präventivmaßnahmen, das heißt vorbeugende Behandlungen eines festgestellten Ungleichgewichtes, damit dieses sich gar nicht erst bis zu einer Erkrankung verstärkt. Dazu zählen beim Menschen z.B. Tai-Chi (eine Art der Meditation und „Heilgymnastik“, die den Fluss der Energie durch den Körper harmonisieren sowie Yin und Yang ausgleichen soll) oder die Tuina Massage, aber auch Hydrotherapieformen wie Dampfbäder, Inhalationen, feuchte Packungen oder Thermalbäder und Atemtherapie werden ergänzend eingesetzt.

Im Westen stand bisher die Akupunktur als TCM-Verfahren im Vordergrund, seit sie als exotische und spektakuläre „Nadelmedizin“ im 17. Jahrhundert in Europa bekannt wurde. Erweitert wird sie durch die  Moxibustion.

Ein weiterer Stützpfeiler der TCM-Therapie ist die Kräutermedizin.

Da die TCM nicht nur eine ganzheitliche, sondern auch insbesondere eine vorbeugende Medizin ist, wird außerdem besonderer Wert auf Hygiene (für uns heute selbstverständlicher Bestandteil unseres Alltags) und die Ernährung (Diätetik) gelegt.

 

Geschichte der TCM

Der Legende nach wird die Begründung der chinesischen Medizin den drei mythischen Kaisergöttern um 3000 v.Chr zugesprochen:

Shen-nung als Verfasser des Grundlagenwerkes über Heilkräuter- und Drogenkunde (das „Shen-nung pen-ts’ao“). Tatsächlich stammt es wahrscheinlich aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. und repräsentiert so die älteste pharmazeutische Literatur Chinas.

Fuhsi als Begründer der 8 Trigramme, als Grundlage der 64 Hexagramme im Buch der Wandlungen („I-Ging“). Basierend auf Beobachtungen der Natur und des menschlichen Verhaltens, wird der Zusammenhang zwischen universellen Naturgesetzen und individuellem Verhalten  untersucht. Dabei steht die Wandlung im Mittelpunkt des philosophischen Gebäudes. Es beinhaltet die hier noch verflochtenen Grundprinzipien des Taoismus und des Konfuzianismus.

Huang-Ti, der „Gelbe Kaiser“, dem der „Innere Klassiker des Gelben Kaisers“, das „Huang-ti nei-ching“ zugeschrieben wird. Nach heutigem Kenntnisstand wurde das „Huang-ti nei-ching“ ca 300 v. Chr. von mehreren Autoren zusammengestellt und gibt die gesamte damalige Medizin wieder. Bis in die Neuzeit hinein war es das medizinische Grundlagenwerk für chinesische Ärzte.

Zurück