Glossar

Homöopathie

Die Lehre der Homöopathie geht zurück auf ihren Begründer Samuel Hahnemann (1755 - 1848). In vielen Versuchen erforschte er die Wirkungsweise stark verdünnter pflanzlicher, tierischer und mineralischer Stoffe.

Die Lehre gründet auf dem Prinzip, Krankheitssymptome mit potenzierten Arzneien aus Stoffen zu behandeln, die in ihrer ursprünglichen Form eben diese Krankheits-anzeichen auslösen würden. Auch giftige Substanzen wie Quecksilber (Mercurius), Arsen oder Tollkirsche (Belladonna) zählen dazu. Ab einer Potenzierung* von C oder D 30 ist allerdings kein ursprüngliches Molekül der Substanz mehr in der Arznei mehr enthalten.

Es geht also nicht um die Verabreichung von Substanzen, wie in der Kräutermedizin, sondern um die Stimulation des Körpers durch Energie bestimmter Wellenlänge, die durch die ursprüngliche Substanz definiert wird. Da unser Körper überwiegend aus Wasser besteht, ist er empfänglich für die Leitung von Energiewellen. 

In der Homöopathie gilt der Grundsatz „Gleiches mit Gleichem“ zu behandeln. Das heißt, der Homöopath sucht genau die Verdünnung jener Substanz oder Pflanze aus, die ähnliche Krankheitsanzeichen hervorrufen würde, nähme man sie in Reinsubstanz zu sich.
Je besser eine Substanz zu den Krankheitssymptomen passt, umso besser lassen sich diese damit behandeln. Bei der Repertorisation versucht der Homöopath mit Hilfe der erfragten Vorgeschichte (Anamnese) und der Krankheitsanzeichen eine möglichst gute Übereinstimmung mit einer homöopathischen Arznei zu erarbeiten.


Potenzierung nennt man das von Hahnemann entwickelte Verfahren, Arzneien nach festen Regeln zu verdünnen und ihre Wirkung mit Schüttelschlägen zu verstärken.
Es gründet auf seiner Feststellung, dass die Arzneien umso stärker wirken, je stärker sie verdünnt wurden. Diese Herstellungsregeln sind auch heute noch gültig und im „Deutschen Homöopathischen Arzneibuch“ (HAB)gesetzlich festgeschrieben.
Zur Verdünnung verwendet man Alkohol oder Milchzucker.
Aus der Pflanze wird zunächst anhand genau definierter Verdünnung mit Alkohol ein Pflanzenextrakt, die Urtinktur, hergestellt. Ein Teil dieser Urtinktur wird mit 9 Teilen Alkohol verschüttelt, um die Potenz D1 herzustellen. Wird 1 Teil der D1 mit 9 Teilen Alkohol verschüttelt so erhält man die Potenz D2 usw. Im Rahmen der dezimalen Verdünnung (durch Verschüttelung im Verhältnis 1:10) erhält man sogenannte D-Potenzen. C-Potenzen (Centesimal-Potenzen) entstehen durch Verschüttelung im Verhältnis 1:100.

 

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